Reit-u. Fahrverein Kirchheim-Teck e.V.

 

Willkommen auf der Internetseite des Reit- und Fahrvereins Kirchheim unter Teck!

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen alles Wissenswerte über den Reit- und Fahrverein vorstellen und würden uns sehr freuen auch Sie bald auf unserer Anlage begrüßen zu dürfen.


Liebe Pferdesportfreunde, liebe Eltern,

nach knapp 8 Wochen Stillstand dürfen wir voller Vorfreude mitteilen, dass wir unseren Reitbetrieb ab 18. Mai 2020 wieder aufnehmen, wenn auch unter den zu beachtenden, nachstehenden Hygienevorschriften. Wir starten in den wiederaufnehmenden Reitbetrieb mit unserer neuen Betriebsleitung und Reitlehrerin Andrea Wagner, die wir an dieser Stelle nochmal herzlich willkommen heißen.

Ab 18. Mai 2020 werden die Reitstunden nach dem bekannten Reitstundenplan, Gültigkeit vor Beginn der Corona-Krise, stattfinden. Da nur eine Mindestanzahl von 4 Reitern pro Reitstunde in der Halle zugelassen sind, werden ggf. ein paar Schüler in eine andere Stunde verlegt werden müssen. Diese werden persönlich kontaktiert.
Ab der Woche vom 25. Mai 2020 werden auch Spring- und Cavaletti Stunden wieder stattfinden.
Auf Grund der Hygienevorschriften und des Mindestabstands ist die Aufnahme der Longestunden erst ab dem 02. Juni 2020 geplant.
Der Voltigier-Unterricht wird leider bis auf weiteres nicht stattfinden.

Für den Aufenthalt auf der Reitanlage, müssen wir auf die nun folgenden Hygienevorschriften hinweisen, die eingehalten werden müssen:

  • Der Mindest-Abstand von 1,5 – 2 Metern ist auf der kompletten Reitanlage einzuhalten.
  • Beim Betreten der Anlage ist der Sanitärbereich aufzusuchen, bitte die Hände gründlich mit Seife waschen und mit den bereitstehenden Desinfektionsmitteln die Hände desinfizieren. Anschließend bitte die Reithandschuhe anziehen.
  • Handschuhe dürfen nicht zum Trense auswaschen ausgezogen werden, ggf. die Trense ungewaschen in die Sattelkammer hängen, diese wird dann am Abend sauber gemacht.
  • Unnötiger Aufenthalt auf der Anlage sollte weiterhin nicht erfolgen, d.h. das Betreten der Anlage ist 30 Minuten vor Beginn der Reitstunde zugelassen, die Pferde werden nach dem Unterricht schnellst möglichst versorgt, danach ist die Anlage wieder zügig zu verlassen.
  • Pferdesportler, die auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen, wie z.B. Vorerkrankungen, Allergien oder asthmatischer Beeinträchtigung oder an Grippe ähnlichen Symptomen leiden und somit zur Corona- Risikogruppe zählen, dürfen nicht am allgemeinen Reitunterricht teilnehmen.
    Wir bitten um rechtzeitige Information, wenn dies zutreffen sollte, sodass wir unsere Schulpferde dementsprechend einteilen können.
  • Das Betreten der Sattelkammer ist NUR nacheinander und mit entsprechendem Mindestabstand oder ggf. mit Mundschutz gestattet.
  • Nach Benutzung der Schulpferde-Putzmaterialien, diese bitte mit den jeweiligen bereitstehenden Desinfektionsmitteln in den jeweiligen Putzeimern reinigen (Griffflächen).
  • Eine Reitgruppe muss die Reitbahn erst verlassen haben, bevor die andere diese betritt. Ein etwaiger Pferdewechsel muss durch den Reitlehrer erfolgen, mit Bedacht auf den Mindestabstand. Das Betreten der Reithalle für die Reitstunden derjenigen die ein Pferd entgegennehmen, hat über den „Reitereingang“ vom Zuschauerraum aus zu erfolgen. Reitschüler die nach einer Reitstunde Pferde abzugeben haben, müssen über den „Pferdeausgang“ die Halle verlassen. Reiter die Ihre Pferde in die Box zurückbringen, müssen auf dem Hof warten, solange bis die anderen Reiter mit Ihren Pferden den Stall für den Unterricht verlassen haben.
  • Vor dem Verlassen der Anlage sind die Hände gründlich mit Seife zu waschen und zu desinfizieren.
  • Weiterhin dürfen nur die Reitschüler und / oder befugte Personen die Anlage betreten, wir müssen leider weiterhin alle Eltern bitten, vor der Anlage die Kinder, bzw. die Jugendlichen abzusetzen und auch draußen wieder abzuholen.

Wir bedanken uns für Ihr/Euer Verständnis und der Solidarität die Sie/Du unserem Verein die letzten acht Wochen entgegengebracht haben/hast. Wir freuen uns Euch alle wieder auf der Anlage willkommen zu heißen, bleibt gesund.

Euer Vorstand, Kirchheim-Teck, 12. Mai 2020

Wichtige Mitteilungen und Neuigkeiten


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01.03.2019

Forschungsprojekt - Sprachentwicklung von Migrantenkindern durch Arbeit mit Pferden

Die Kirchheimerin Dr. Nina Grausam untersucht mit Studentinnen der PH Schwäbisch Gmünd die Sprachentwicklung von Migrantenkindern durch die Arbeit mit Pferden.

Axel wäre wohl einverstanden. Eine Mütze, eine Jacke, einen Schal - es sind nützliche Dinge, die Mayla an diesem bitterkalten Januartag in ihren imaginären Koffer packt. Dazu Äpfel und Karotten, weil Axel die mag. Sie spricht die Worte laut aus, und sie tut es sichtlich mit Stolz. Axel und Mayla - eine außergewöhnliche Beziehung. Der 18-jährige Hannoveraner-Schimmel und das fünfjährige Mädchen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Im Maßstab eines Pferdelebens gilt Axel als älterer Herr, der sein schwindendes Temperament zu zügeln weiß. Mayla hat davon reichlich. Sie möchte nächsten Sommer zur Schule gehen und vor allem: Sie will Deutsch lernen.

Zehn Migrantenkinder aus Kirchheimer Kindergärten sind in der Halle des Kirchheimer Reit- und Fahrvereins am Ziegelwasen seit September mit Feuereifer bei der Sache. Dass sie als Forschungsobjekt dienen, interessiert sie nicht. Sie haben Spaß und lernen ganz nebenbei die Sprache eines Landes, das seit Kurzem ihre Ersatzheimat ist. Welchen Einfluss Bewegung auf die Sprachentwicklung hat, darüber gibt es zahlreiche Studien. Wissenschaftler sind sich einig: sehr viel.

Die Kirchheimerin Dr. Nina Grausam, akademische Rätin an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd, saß schon als Kind fest im Sattel. Am Beispiel des Reitsports will sie den Nachweis führen, dass sich der Umgang mit Pferden, die gemeinsame Bewegung, positiv auf die Sprachkompetenz der Kinder auswirken. „Bisher orientierten sich solche Studien meist an Bewegungslandschaften in der Turnhalle“, sagt sie. „Mit dem Pferd kommt eine soziale Komponente hinzu.“ Kein Hokuspokus, sondern empirische Forschung. Mit einer Gruppe Studentinnen der PH vergleicht sie Ein- und Ausgangstests des siebenmonatigen Projekts, das unter anderem von der Stadt Kirchheim finanziell unterstützt wird. Die Analyse soll später in einer Konzeption für therapeutische Einrichtungen münden.

Mayla wirkt etwas verloren auf dem mächtigen Rücken des Schimmels. Dort, wo zumindest der Volksmund alles Glück dieser Erde verortet. Als gälte es genau das zu untermauern, löst das Mädchen lächelnd den sicheren Griff am Gurt und streckt beide Arme weit von sich, während Axel an der Longe von Reitlehrerin Heike Glänzer geduldig seine Runden dreht.

Es geht um Sprechmotorik, es geht um Freundschaft zwischen Mensch und Tier und es geht um Urvertrauen. Ein Pferd, das haben die meisten der Kinder bis dahin nicht gekannt. Einige sind schreiend weggerannt beim ersten Treffen. Zeit brauchten fast alle, ehe sie Vertrauen fassten zu dem mächtigen Tier. Wie heißt das Haar des Pferdes? „Mähne“, verkündet Mayla stolz und greift ihrem Gefährten beherzt in die Wolle. Dabei dehnt sie die Silben lange im Takt des gleichmäßigen Trabs.

„Gerade Kindern, die aufgrund ihrer sozialen und kulturellen Herkunft Probleme mit Sprache haben, fällt es leichter, sich über Bewegung auszudrücken“, sagt Nina Grausam. Generell gilt: Kinder finden spielerisch und damit leichter Zugang zu einer fremden Sprache als Erwachsene. Aus einem kleinen Wortschatz, den sie zu Beginn des Projekts mitgebracht haben, sind inzwischen ganze Sätze geworden. Im beheizten Reiterstüble nebenan lässt Tarek nicht locker. Der Sechsjährige aus Syrien liefert sich im „Memory“-Spiel um alltägliche Begriffe ein Duell mit seinem Tischnachbarn. Es geht darum, wer als Nächster hinaus darf, um auf Axel zu reiten. Tarek gewinnt. Er strahlt vor Glück. Warum, verrät er uns gerne: „Axel“, flüstert er, „ist mein Freund.“

Den kompletten Artikel könnne steht zum Downloaden bereit.

 Das_Glueck_dieser_Erde_Lokalsport_Teckbote.pdf


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