Reit-u. Fahrverein Kirchheim-Teck e.V.

 

Willkommen auf der Internetseite des Reit- und Fahrvereins Kirchheim unter Teck!

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen alles Wissenswerte über den Reit- und Fahrverein vorstellen und würden uns sehr freuen auch Sie bald auf unserer Anlage begrüßen zu dürfen.


Das Glück dieser Erde

 

Veröffentlichung im Teckboten vom 24.01.2019. Von Bernd Köble.

https://www.teckbote.de/lokalsport/lokalnachrichten-lokalsport_artikel,-das-glueck-dieser-erde-_arid,225108.html


Forschungsprojekt Die Kirchheimerin Dr. Nina Grausam untersucht mit Studentinnen der PH Schwäbisch Gmünd die Sprachent-wicklung von Migrantenkindern durch die Arbeit mit Pferden.


Keine Angst vor großen Tieren - beim Projekt von Dr. Nina Grausam (links) in der Reithalle geht es auch um Urvertrauen. Foto: Carsten Riedl


Axel wäre wohl einverstanden. Eine Mütze, eine Jacke, einen Schal - es sind nützliche Dinge, die Mayla an diesem bitterkalten Januartag in ihren imaginären Koffer packt. Dazu Äpfel und Karotten, weil Axel die mag. Sie spricht die Worte laut aus, und sie tut es sichtlich mit Stolz. Axel und Mayla - eine außergewöhnliche Beziehung. Der 18-jährige Hannoveraner-Schimmel und das fünfjährige Mädchen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Im Maßstab eines Pferdelebens gilt Axel als älterer Herr, der sein schwindendes Temperament zu zügeln weiß. Mayla hat davon reichlich. Sie möchte nächsten Sommer zur Schule gehen und vor allem: Sie will Deutsch lernen.

Zehn Migrantenkinder aus Kirchheimer Kindergärten sind in der Halle des Kirchheimer Reit- und Fahrvereins am Ziegelwasen seit September mit Feuereifer bei der Sache. Dass sie als Forschungsobjekt dienen, interessiert sie nicht. Sie haben Spaß und lernen ganz nebenbei die Sprache eines Landes, das seit Kurzem ihre Ersatzheimat ist. Welchen Einfluss Bewegung auf die Sprachentwicklung hat, darüber gibt es zahlreiche Studien. Wissenschaftler sind sich einig: sehr viel.

Die Kirchheimerin Dr. Nina Grausam, akademische Rätin an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd, saß schon als Kind fest im Sattel. Am Beispiel des Reitsports will sie den Nachweis führen, dass sich der Umgang mit Pferden, die gemeinsame Bewegung, positiv auf die Sprachkompetenz der Kinder auswirken. „Bisher orientierten sich solche Studien meist an Bewegungslandschaften in der Turnhalle“, sagt sie. „Mit dem Pferd kommt eine soziale Komponente hinzu.“ Kein Hokuspokus, sondern empirische Forschung. Mit einer Gruppe Studentinnen der PH vergleicht sie Ein- und Ausgangstests des siebenmonatigen Projekts, das unter anderem von der Stadt Kirchheim finanziell unterstützt wird. Die Analyse soll später in einer Konzeption für therapeutische Einrichtungen münden.

Mayla wirkt etwas verloren auf dem mächtigen Rücken des Schimmels. Dort, wo zumindest der Volksmund alles Glück dieser Erde verortet. Als gälte es genau das zu untermauern, löst das Mädchen lächelnd den sicheren Griff am Gurt und streckt beide Arme weit von sich, während Axel an der Longe von Reitlehrerin Heike Glänzer geduldig seine Runden dreht.

Es geht um Sprechmotorik, es geht um Freundschaft zwischen Mensch und Tier und es geht um Urvertrauen. Ein Pferd, das haben die meisten der Kinder bis dahin nicht gekannt. Einige sind schreiend weggerannt beim ersten Treffen. Zeit brauchten fast alle, ehe sie Vertrauen fassten zu dem mächtigen Tier. Wie heißt das Haar des Pferdes? „Mähne“, verkündet Mayla stolz und greift ihrem Gefährten beherzt in die Wolle. Dabei dehnt sie die Silben lange im Takt des gleichmäßigen Trabs.

Gerade Kindern, die aufgrund ihrer sozialen und kulturellen Herkunft Probleme mit Sprache haben, fällt es leichter, sich über Bewegung auszudrücken“, sagt Nina Grausam. Generell gilt: Kinder finden spielerisch und damit leichter Zugang zu einer fremden Sprache als Erwachsene. Aus einem kleinen Wortschatz, den sie zu Beginn des Projekts mitgebracht haben, sind inzwischen ganze Sätze geworden. Im beheizten Reiterstüble nebenan lässt Tarek nicht locker. Der Sechsjährige aus Syrien liefert sich im „Memory“-Spiel um alltägliche Begriffe ein Duell mit seinem Tischnachbarn. Es geht darum, wer als Nächster hinaus darf, um auf Axel zu reiten. Tarek gewinnt. Er strahlt vor Glück. Warum, verrät er uns gerne: „Axel“, flüstert er, „ist mein Freund.“

Artikel können Sie sich hier auch Downloaden:    Das_Glueck_dieser_Erde_Lokalsport_Teckbote.pdf   

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14.03.2017

Vereinsmeisterschaft am Sonntag, den 2. April 2017

Am Sonntag, den 2. April finden zwischen 9 und 16 Uhr die diesjährigen Vereinsmeisterschaften statt. Die Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen, das Dach gedeckt, ein neuer Boden verlegt. Die Halle erstrahlt also in neuem Glanze! Wir würden uns sehr freuen, euch als Volti-Kids oder Sie als Eltern oder „Nicht-Startende“ als Zuschauer begrüßen zu können und unseren jugendlichen Startern somit eine „angemessene Kulisse“ bieten zu können.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Als besonderer Höhepunkt anlässlich der Halleneinweihung werden wir Ihnen die Gelegenheit geben, sich gegen eine kleine Spende von 5 EUR auf einer Hallentafel zu verewigen und damit zeitgleich an einer Tombola teilzunehmen. Unter allen Teilnehmern wird eine Reitkarte im Wert von 60 EUR verlost!



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