Reit-u. Fahrverein Kirchheim-Teck e.V.

 

Willkommen auf der Internetseite des Reit- und Fahrvereins Kirchheim unter Teck!

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen alles Wissenswerte über den Reit- und Fahrverein vorstellen und würden uns sehr freuen auch Sie bald auf unserer Anlage begrüßen zu dürfen.

 

Die ersten Erfolge auf dem Weg zur Spitze – die Turnierergebnisse des Wochenendes

Kirchheim/Teck – Am Sonntag starteten beim alljährlichen Dressur- und Springturnier des Reitvereins Kirchheim auf dem Ziegelwasen wieder etliche Kinder und Jugendliche. Den Auftakt des Turniers machten am Vormittag 11 junge Reiter und Reiterinnen in der E-Dressur. Dabei ging der Sieg an Lilly Pauline Grausam auf Lord Leopold vom RV Nürtingen, gefolgt von Greta Bechstein auf Veleda vom Stuttgarter RFV und Fiona Kunze (LRFV Köngen) auf Lamour De La Nee.

Im Dressurreiterwettbewerb gewann Greta Victoria Grill (LPSV Donzdorf Alb/Fils) auf Blümchen, den zweiten Platz konnte Melina Ruoff (PF Wendlingen) auf Lamour De La Nee sichern, gefolgt von Julia Sophie Emmert (RV Nürtingen) auf Flashlight. Vom gastgebenden Verein konnten sich Blanca Ensminger, Nina Schlotterbeck, Hanna Unholz, Jasmin Zauner sowie Romy Koch platzieren.

Beim Reiterwettbewerb, bei dem 18 Kinder und Jugendliche ihre ersten Turniererfahrungen sammeln konnten, setzten sich in ihren Gruppen jeweils die Reiterinnen Julia Zell (RFV Kirchheim/Teck) auf Lucy, Katharina Hartmannsgruber auf Valentina (RFV Kirchheim/Teck), Marie Dunkelberger (RSZ Lichtenstein) auf Pauline durch. Platziert waren die Kirchheimer Starterinnen Kira Przybilla, Lea Krone, Aleyna Barcin, Selina Hunter und Hanna Huber.

Beim Führzügel-Wettbewerb konnten in ihre Gruppe jeweils Nike von Pfeil auf Prinzessin Lillifee, Charlotte Stadler (RSZ Lichtenstein) auf Prinzessin Lillifee und Evelin Janssen (RSZ Lichtenstein) auf Pauline den ersten Platz belegen. Vom RFV Kirchheim/Teck konnten sich Maria Cersovsky, Enola Stirn und Emmi Klein auf Quintus platzieren.

Nach der Mittagspause, in der langjährige Kirchheimer Vereinsmitglieder für ihre Vereinsmitgliedschaft geehrt wurden, ging es weiter mit dem Caprilli-Test-Wettbewerb, bei dem die Reiterinnen und Reiter vom gastgebenden Verein eine super Runde hinlegten. Sophie Poch auf Frederic den ersten Platz, gefolgt von Jonas Reick und Mara Birk auf Ali, Julia Schweiss auf Mountain Rosie und Franziska Guoth auf Shaylee.

Beim Springreiter- Wettbewerb siegte Julia Schweiss (RFV Kirchheim/Teck) auf Mountain Rosie, Thea Reiber (RFV Kirchheim/Teck) auf Ali, Greta Victoria Grill (LPSV Donzdorf Alb/Fils) auf Blümchen. Kea Limbeck, Sonia Dostal und Ann Sophie Frech vom RFV Kirchheim/Teck waren mit dem 5., 6. und 7. Platz platziert.

Abschluss des Turniertages stellte das E-Springen dar, bei dem sich die Reiterin des RFV Kirchheim/Teck Leonie Reick auf Lucy den Sieg holte. Dicht gefolgt von Julia Schweiss auf Mountain Rosie vom RFV Kirchheim/Teck den zweiten Platz. Der dritte Platz ging an Lydia Attinger (RV Reutlingen) auf Öhrli. Die komplette Ergebnisliste finden Sie hier zum Download: Turnierergebnisse 2019

Wichtige Mitteilungen und Neuigkeiten


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01.03.2019

Forschungsprojekt - Sprachentwicklung von Migrantenkindern durch Arbeit mit Pferden

Die Kirchheimerin Dr. Nina Grausam untersucht mit Studentinnen der PH Schwäbisch Gmünd die Sprachentwicklung von Migrantenkindern durch die Arbeit mit Pferden.

Axel wäre wohl einverstanden. Eine Mütze, eine Jacke, einen Schal - es sind nützliche Dinge, die Mayla an diesem bitterkalten Januartag in ihren imaginären Koffer packt. Dazu Äpfel und Karotten, weil Axel die mag. Sie spricht die Worte laut aus, und sie tut es sichtlich mit Stolz. Axel und Mayla - eine außergewöhnliche Beziehung. Der 18-jährige Hannoveraner-Schimmel und das fünfjährige Mädchen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Im Maßstab eines Pferdelebens gilt Axel als älterer Herr, der sein schwindendes Temperament zu zügeln weiß. Mayla hat davon reichlich. Sie möchte nächsten Sommer zur Schule gehen und vor allem: Sie will Deutsch lernen.

Zehn Migrantenkinder aus Kirchheimer Kindergärten sind in der Halle des Kirchheimer Reit- und Fahrvereins am Ziegelwasen seit September mit Feuereifer bei der Sache. Dass sie als Forschungsobjekt dienen, interessiert sie nicht. Sie haben Spaß und lernen ganz nebenbei die Sprache eines Landes, das seit Kurzem ihre Ersatzheimat ist. Welchen Einfluss Bewegung auf die Sprachentwicklung hat, darüber gibt es zahlreiche Studien. Wissenschaftler sind sich einig: sehr viel.

Die Kirchheimerin Dr. Nina Grausam, akademische Rätin an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd, saß schon als Kind fest im Sattel. Am Beispiel des Reitsports will sie den Nachweis führen, dass sich der Umgang mit Pferden, die gemeinsame Bewegung, positiv auf die Sprachkompetenz der Kinder auswirken. „Bisher orientierten sich solche Studien meist an Bewegungslandschaften in der Turnhalle“, sagt sie. „Mit dem Pferd kommt eine soziale Komponente hinzu.“ Kein Hokuspokus, sondern empirische Forschung. Mit einer Gruppe Studentinnen der PH vergleicht sie Ein- und Ausgangstests des siebenmonatigen Projekts, das unter anderem von der Stadt Kirchheim finanziell unterstützt wird. Die Analyse soll später in einer Konzeption für therapeutische Einrichtungen münden.

Mayla wirkt etwas verloren auf dem mächtigen Rücken des Schimmels. Dort, wo zumindest der Volksmund alles Glück dieser Erde verortet. Als gälte es genau das zu untermauern, löst das Mädchen lächelnd den sicheren Griff am Gurt und streckt beide Arme weit von sich, während Axel an der Longe von Reitlehrerin Heike Glänzer geduldig seine Runden dreht.

Es geht um Sprechmotorik, es geht um Freundschaft zwischen Mensch und Tier und es geht um Urvertrauen. Ein Pferd, das haben die meisten der Kinder bis dahin nicht gekannt. Einige sind schreiend weggerannt beim ersten Treffen. Zeit brauchten fast alle, ehe sie Vertrauen fassten zu dem mächtigen Tier. Wie heißt das Haar des Pferdes? „Mähne“, verkündet Mayla stolz und greift ihrem Gefährten beherzt in die Wolle. Dabei dehnt sie die Silben lange im Takt des gleichmäßigen Trabs.

„Gerade Kindern, die aufgrund ihrer sozialen und kulturellen Herkunft Probleme mit Sprache haben, fällt es leichter, sich über Bewegung auszudrücken“, sagt Nina Grausam. Generell gilt: Kinder finden spielerisch und damit leichter Zugang zu einer fremden Sprache als Erwachsene. Aus einem kleinen Wortschatz, den sie zu Beginn des Projekts mitgebracht haben, sind inzwischen ganze Sätze geworden. Im beheizten Reiterstüble nebenan lässt Tarek nicht locker. Der Sechsjährige aus Syrien liefert sich im „Memory“-Spiel um alltägliche Begriffe ein Duell mit seinem Tischnachbarn. Es geht darum, wer als Nächster hinaus darf, um auf Axel zu reiten. Tarek gewinnt. Er strahlt vor Glück. Warum, verrät er uns gerne: „Axel“, flüstert er, „ist mein Freund.“

Den kompletten Artikel könnne steht zum Downloaden bereit.

 Das_Glueck_dieser_Erde_Lokalsport_Teckbote.pdf


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